Berliner Weiße
Berliner Weiße ist, wie der Name schon sagt, ein obergäriges Bier, das vor allem in der deutschen Hauptstadt und deren Umgebung getrunken wird. Das Bier wird mit einer Mischung aus Gersten- und Weizenmalz gebraut und aufgrund seines sonst recht säuerlichen Geschmacks gerne mit einem Spritzer Himbeer- oder Waldmeistersirup versüßt. Der Sirup gibt dem sonst gelblich-trüben Getränk dann auch seine berühmte rote oder grüne Farbe. Berliner Weiße ist ein sogenanntes Schank- oder auch Flaschenbier und darf nur in Berlin selbst hergestellt werden. Besonders in den warmen Monaten des Jahres ist das erfrischende Bier sehr beliebt.Der Alkoholgehalt der Berliner Weiße liegt bei etwa 2,8 % vol. und der Stammwürzegehalt zwischen 7 und 8 %. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 10°C. Serviert wird die Beriner Weiße in einem halbrunden großen Glas.
Die Geschichte der Berliner Weiße geht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als der Brauer Broihan nach einem Hamburg-Aufenthalt vergeblich versuchte ein dort sehr beliebte Bier nachzumachen. Daraufhin entwickelte er jedoch das Halberstädter Broihan, eine beliebte Bierspezialität, welche dann in den kommenden Jahren von Berliner Brauern weiterentwickelt und verbessert wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Berlin etwa 700 Weißbierlokale. Die Beliebtheit des spritzigen Weizenbiers stieg und selbst die Soldaten Napoleons waren von dem Berliner Getränk so begeistert, dass sie es achtungsvoll als „Champagne du Nord“ bezeichneten. Die Zugabe von Sirup setzte sich erst später durch.
