Kölsch
Das Kölsch wie wir es heute kennen gibt es seit etwa 100 Jahren, doch die Brautradition in Köln und der Umgebung geht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Da man damals noch keinen Hopfen, heute ein Hauptbestandteil von Bier, kannte, wurde das Bier mit Kräutern gewürzt und erhielt so einen sehr individuellen Geschmack und seinen Namen Gruit-Bier (Kräuterbier). Das besondere des Kölsch ist nicht in erster Linie sein Geschmack, sondern die enge Verbundenheit der Stadt Köln mit der jahrhundertelangen Brauzunft.Das Kölsch im heutigen Sinne gibt seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Eine spezielle Kölsch-Konvention regelt, welches Bier den Namen Kölsch tragen darf. Insgesamt ist das Kölsch ein helles obergäriges Bier. Der Alkoholgehalt beträgt durchschnittlich 4,8 vol % und die Stammwürze liegt bei etwa 11,3 %. Doch je nach Biermarke variiert der Geschmack des Kölsch stark. So gibt es mehr als 30 verschiedene Kölschsorten im Handel.
Wie bei der Herstellung anderer Biere muss auch bei der Produktion von Kölsch das Bierreinheitsgebot aus dem Jahre 1516 eingehalten werden, was besagt, dass ein Bier neben Gerstenmalz und Hopfen lediglich noch Wasser enthalten darf.
Ein Besuch in einer Kölner Eckkneipe verdeutlicht die Verbundenheit der Kölner mit ihrem Bier und der sich im laufen der Jahre entstandenen „Kölsch-Kultur“. So wird üblicherweise das Kölsch in dünnwandigen 0,2 L Gläsern, sogenannten Kölsch-Stangen, serviert. Der Kellner heißt Köbes und wer sein Kölsch leer getrunken hat, bekommt unaufgefordert ein neues serviert, es sei denn, er legt einen Bierdeckel auf das Glas.
